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Der lange Atem

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Ich habe von Nina Jäckle das Buch „Der lange Atem“ gelesen, das von einem ehemaligen Kriminalbeamten handelt, der jetzt die Gesichter der Opfer des Tsunamis nachzeichnet, um sie für die Hinterbliebenen identifizierbar zu machen. Ein kleines Buch, das aber sehr eindrücklich zeigt, wie ohnmächtig und überfordert wir angesichts von natürlichen Katastrophen sind, von den hausgemachten ganz zu schweigen.

Es wird deutlich, wie sehr die Katastrophe das Leben in dem betroffenen Gebiet erschüttert hat. Vieles ist verloren, von den Wellen weggespült, Fotoalben und Erinnerungsstücke, Autos, ganze Häuser, Nachbarn und Angehörige. Manches kommt wieder an Land, verdreckt, zerstört, entstellt, manches auch an der Westküste der USA. Das Leben geht weiter, äußerlich. Die Trümmer der Häuser werden aufgetürmt und abgetragen, neue Häuser werden gebaut, man geht wieder arbeiten, die Kinder gehen in die Schule und spielen. Aber das bisherige Leben ist vorbei. Es gibt nichts mehr zu sagen, denn alles, die eigenen Kinder, das bisherige Leben, zu verlieren ist mit Worten nicht zu fassen, es gibt keinen Trost dafür, es hilft nicht die eigenen Gedanken auszusprechen, es sind dieselben wie die aller anderen.

Der Reaktorunfall nach dem Tsunami und seine Folgen erzeugen eine zusätzliche Angst, eine unsichtbare Bedrohung, die aber in all der täglichen bedrückenden Sichtbarkeit der Trümmer des bisherigen Lebens einfach nur verdrängt werden können. Tagtäglich werden die Menschen mit der Leere, dem Fehlen konfrontiert, das der Tsunami zurückgelassen hat, tagtäglich kommen die Erinnerungen zurück, nachts Träume. Wer will und kann sich da auch noch über die Verhaltensratschläge der Behörden Gedanken machen, die vor der Strahlung in Luft, Boden, Wasser und Lebensmitteln schützen sollen? Um Spielplätze werden Wasserflaschen aufgestellt, um die Strahlung aufzufangen.

Ein Unglück diesen Ausmaßes wie ein Tsunami oder auch ein Sturm, Hochwasser, Erdbeben, eine Lawine oder ein Vulkanausbruch, bringen die Menschen an die Grenze, ein Unglück in einem Atomkraftwerk übersteigt die Fähigkeiten der Menschheit, mit den Folgen umzugehen. Das Salz aus dem Meer wird noch viele Jahre die Felder unbrauchbar machen, die strahlenden Teilchen aus dem Reaktor noch viel länger. Nach dem Reaktorunfall wurden die Strahlungsgrenzwerte für Lebensmittel angehoben. Was soll man sonst auch noch essen, wenn sonst praktisch alles die Grenzwerte übersteigt?

Nicht der Bau von Atomkraftwerken an der Küste eines Gebiets, das häufig Erdbeben verzeichnet – der Bau von Atomkraftwerken auf der ganzen Welt an sich war die Fahrlässigkeit. Schon der normale Betrieb verursacht radioaktiven Müll, für den wir keine Lösung haben. Darüber hinaus ist die Wahrscheinlichkeit eines GAUs vielleicht klein, doch im Falle eines Eintritts ist der Schaden zu groß, um ihn auch nur zu beziffern. Nicht die Zahl der Toten und Verletzten, nicht mal die Zahl der zusätzlichen Krebsfälle, auch nicht der Verlust an Lebensjahren der gesamten Bevölkerung kann das Ausmaß des Unglücks ermessen. Wer kann sagen wie schwer es wiegt, dass das Leben, das man geführt hat nicht mehr existiert. Ist es der Gewinn der Betreiber von Atomkraftwerken, der angeblich billige Strom, die angebliche Versorgungssicherheit wert, das Risiko einzugehen, das in Japan zur Realität wurde?

Japan wird fortan jedes Jahr am 11. März um 14:46 Uhr zu Boden schauen und trauern. Schauen Sie nicht weg.

Zur Zeit (19.1.2011 12:00) leben 6.938.514.626 Menschen auf der Erde.

Noch 61.485.374 Menschen, also ca. 61,5 Mio. bis 7 Mrd. Menschen auf diesem Planeten leben.

Zuwachs der Weltbevölkerung:  
pro Jahr: 83.276.563 Menschen
pro Tag: 228.155 Menschen
pro Minute: 158 Menschen
pro Sekunde: 2,6 Menschen
Daten und Tabelle übernommen von DSW Deutsche Stiftung Weltbevölkerung: www.weltbevoelkerung.de

Kleines Update: In dieser Minute (07.07.2011 16:03) leben 6.976.994.634 Menschen auf unserem Planeten. View full article »

– Zusammenfassung –

Oft wird beklagt, dass damit der Einfluss der Leute erschöpft sei, alle vier oder fünf Jahre ihre Kreuze zu machen, alles andere sei Sache der Politikerinnen und Politiker, die als gewählte Vertreter in Parlament und Regierung sitzen.

Man könnte (und das will ich hier) sagen, wir sind selbst schuld!

Parteien bestimmen in Deutschland maßgeblich, wer überhaupt zur Wahl steht. Sie müssen also diejenigen Kandidaten aufstellen, von denen sie sich versprechen, die meisten Wählerinnen und Wähler anzusprechen. Eine einheitliche Wählerschaft ohne klare Forderungen zwingt ja gerade zu einheitlichen Parteien und einheitlichen Versprechen beinahe aller Kandidaten!

Wer nicht fordert, kann nichts erwarten! Wahlen finden nicht am Wahltag statt sondern weit früher, die Entscheidung in der Wahlkabine ist nur der letzte Akt eines langen Stücks, das mit der Besetzung der Rollen beginnt. Wir müssen klar formulieren und fordern, was wir in Zukunft von der Regierung erwarten!

Wen würden Sie selbst auf der Liste weit oben platzieren, wenn durch das ganze Land ein Ruf schallt:

100 Prozent Erneuerbare jetzt! Atomkraft abschalten! Keine neuen Kohleblöcke!

Wenn dieser Ruf von überall ertönt, kommt keine Partei daran vorbei, geeignete Kandidatinnen und Kandidaten aufzustellen, d.h. solche, die glaubwürdig vertreten, diese Forderung in der Regierung umzusetzen!

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Neuer Abschnitt

Vieles bewegt sich bei mir.

Mein Studium ist abgeschlossen. Ich ziehe um. Ich beginne meinen weiteren Lebensweg mit dem Einstieg in die Berufswelt. Für ein Jahr will ich praktische Erfahrungen sammeln, Fuß fassen im Arbeitsleben. Dieses Jahr wird zeigen, ob ich in die richtige Richtung gehe. Ich werde mich weiterentwickeln und weiter orientieren.

Im kommenden Jahr strebe ich ein Masterstudium an. Nach meinem Verständnis dient das Masterstudium auch dazu sich zu spezialisieren. Deswegen will ich ein Masterprogramm dienen, das meiner Vorstellung meiner Zukunft möglichst nahe kommt. Im Moment wäre der Master in Umweltsoziologie der Geothe Universität Frankfurt ein Beispiel dafür, aber es muss sich zeigen.

Im Verein 100 Pro Energiewende e.V., Mannheim, bin ich nun 2. Vorsitzender. Eine Position, in der ich mitgestalten kann und mir Führungskompetenzen aneignen. Bei Toastmasters arbeite ich an meinem Auftreten, übe das Reden über imch selbst, vor Publikum, mein Körpersprache. Auch bei MetropolSolar bleibe ich aktiv.

Eines wird jedoch bleiben.  Auch in Zukunft mache ich mir Gedanken und schreibe sie auf, sammle Informationen und Denksanstöße.

Warteschlange

Wenn man so viele Ideen hat, kann man nicht alles auf einmal aufschreiben. Außerdem hat sich schon einige Zeit, bevor ich dieses Blog begonnen habe, einiges angesammelt, so dass ich hier mal sammeln möchte, was ich so nach und nach noch ausführen möchte:

  • Einstellen der eingereichten Fassung meiner Abschlussarbeit in mein Blog.
  • Wieviel Verantwortung tragen wir? Ein Bezug auf Menschen als Bewohner dieser Erde, als Bürger und Konsumenten. Mit Bezügen zur Unternehmensethik, wo diese häufig an ihre (gewollten) Grenzen stößt.
  • Einstellen der Reden, die ich bei Toastmasters gehalten habe, zum Nachlesen und Weiterdenken.

Stand: August 2010